Lange wurde darüber gestritten ob es die Google Sandbox, oder auch Google Penalty genannt, überhaupt gibt. Inzwischen dürfte jedem klar sein: Google´s Sandbox Bestrafung ist Realität und auch Matt Cutts von Google gab dies auf seinem Blog inzwischen offen zu.

Google Sandbox ist eine Ranking-Bestrafung für zu schnellen oder falschen Linkaufbau, der bei Google einen Spam verdacht erweckt. Auch OnPage-Überoptimierung kann den Filter auslösen und insbesondere neue Domains trifft die Ranking-Penalty sehr leicht.

Konkret wirkt sich die Strafe so aus, dass deine gesamte Webseite für 4-6 Monate, manchmal sogar bis zu 2 Jahre auf hinterste Suchmaschinen-Ergebnisse verbannt wird.

Oft wird diese Art der Bestrafung mit dem völligen Löschen aus dem Index verwechselt, da die betroffene Webseite nicht mehr an gewohnter Position gefunden werden kann, die Webseite ist jedoch nicht de-indexed sondern nur verbannt.

Mir selbst ist die Google Sandbox Bestrafung mit genau 3 Projekten passiert und dies zeigt gleichzeitig auch die 3 verschiedenen Fälle, wann dich die Sandbox treffen kann.

Das erste mal war es … in Demut und Reue bekenne ich meine Sünden: meine eigene volle Schuld, durch ganz brachiale Black Hat SEO für einen Agenturkunden!

Kurz darauf traf mich die Sandbox jedoch ein zweites mal und diesmal war es nur noch meine halbe Schuld. Konkurrenten, die verärgert waren, dass wir ihre Suchmaschinen Positionen überholten, rächten sich und trieben uns in die Sandbox.

Leider ist es heute für jedermann möglich Spam im Namen eines anderen zu versenden und so kreierte Google mit seinem Sandboxfilter ungewollt, ein ganz neues Problem, nämlich das aktive Verdrängen von Konkurrenten in die 4-12 monatige Sandbox Bestrafung. Frei nach dem Motto: es gibt zwei Wege an die Spitze, die eigenen SEO Aktivitäten anzukurbeln oder Konkurrenten von höheren Positionen zu verdrängen.

Doch auch ohne jegliches zutun von dunklen Kräften kann dich die Sandbox treffen, wie das folgende Beispiel zeigt:

Zur Fussballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gelang mir ein viraler Traffic-Mega-Erfolg, als ich einen alten Tontechniker Trick anwandte um in Form eines Anti-Vuvuzela-Filters eine Lösung für Vuvuzela geplagte vorschlug.

Zuerst nahm der Daily Telegraph die Story auf, danach ging das Thema viral durch die Decke und die gesamte Weltpresse stürzte sich auf die Story. Das Ergebnis waren 18.000 eingehende Links in nur 3 Tagen und Traffic der den Server fast zum schmelzen brachte.

Obwohl die Links allesamt von Einflussreichen Seiten kamen, wie Times, Sun, Daily Mail, Discovery, Financial Times, Focus, BBC, Standard, US News, Aol News, Daily Telegraph, Bloomberg, Af und Reuters teils mit Page Rank von 7-9 triggerten sie letztendlich doch den Google Sandbox Algorithmus. In Google´s Augen können eben 18.000 eingehende Links in 3 Tagen keinen natürlichen Ursprung haben.

 

Hast du deine Webseite in den “Sand” gesetzt?

 

Wenn du die Vermutung hast, dass deine Webseite im Sandbox Filter gelandet ist, dann kannst du mit folgenden Suchanfragen prüfen, was genau passiert ist:

1. Schritt

Gib folgenden Suchbegriff in die Google Suchmaske ein: site:beispiel.de (ersetze beispiel.de mit einem eigenen Domainnamen).

Zeigt dir Google nun als Ergebnis, deine Webseiten an, so kannst du sicher sein, dass deine Webseite nicht aus dem Index gelöscht wurde.

2. Schritt

Gib nun den Suchbegriff: beispiel.de ein (ersetze beispiel.de mit deinem eigenen Domainnamen oder anders gesagt, suche nach deiner Domain ohne www.)

Wenn deine eigene Webseite nun nicht an oberster Stelle gezeigt wird, sondern im Bereich der Seiten 30, 50, oder 70 erscheinen, hat dich die Google Sandbox getroffen.

 

10 Wege aus der Google Sandbox Penalty

 

Wenn du nun nicht 4-12 Monate tatenlos warten willst, bis die Bestrafung von alleine aufgehoben wird und du Google zu einer schnellen Neubewertung deiner Webseite bewegen willst, solltest du folgende 10 Dinge tun:

1. Stoppe kurzfristig jeglichen Linkaufbau aber lösche keine bestehenden Links
2. Ändere alle Title Tags deiner Webseite

  • Wenn deine Title Tags wichtige Keywörter beinhalten, solltest du diese nicht aufgeben, aber doch etwas abändern. Ist dein Top Keyword: Haarprodukte, dann ändere den Title von <title>Haarprodukte</title> zu<title>Haarprodukte für Männer und Frauen</title>

3. Ändere alle Meta Tags wie Keyword-, Author-, und Description Tag
4. Ändere deine H1 Tags und etwas vom Inhalt auf jeder Seite
5. Ändere den Text im Footer Bereich ab
6. Ändere die Namen deiner Unterseiten

  • Lautet die Adressse deiner Unterseite: http://www.beispiel.de/meine-biografie.html ändere es in: http://www.beispiel.de/biografie-von-max-mustermann.html

7. Pinge deine Seiten und erstelle eine neue Sitemap
8. Erstelle jeden Tag neuen Content z.B per Blog
9. Bemühe dich um Links von Seiten mit hohem Page Rank 3+
10. Schreibe Google einen Antrag auf Neuüberprüfung deiner Webseite

  • Das Formular findest du hier

Hat dich die Google Sandbox schon einmal getroffen?

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6 Responses to 10 Schritte raus aus der Google Sandbox!

  1. stefan says:

    Dein Text ist super ein Beispiel für den Unsinn so mancher googlepraktiken wie auch die Sandbox.
    Das einzige, was man hier macht, man will “Spam” bestrafen, der aber nur funktioniert, weil man Links belohnt und nimmt zur Rettung der eigenen Kriterien, dann in Kauf, dass gute Seiten eben nicht mehr ranken.

  2. Hey Clemens,

    so “sieht” man sich wieder Google brachte mich zu Deinem Blog ;-). Bin nach deiner Anleitung vorgegangen. Ich denke, mich hat’s halbwegs erwischt. Webseiten URL kommt direkt an erster Stelle (ohne “site:”) , aber mit meinem Hauptkeyword bin ich vom Rang 14 irgendwo ins Nirvana gelandet.

    Habe gelesen, dass man bloß nicht mit dem Linkaufbau aufhören sollte, da sonst Big-G in seiner Vermutung bestätigt werden könnte… – was haltest Du von dieser These??

    Nun die anderen paar Schritte aus deiner Anleitung werde ich mal ausführen und ich melde mich wenn da was passiert 🙂

    MfG
    Ferhat
    P.S. Es geht nicht um die Webseite, auf die man gelangt, wenn man auf meinen Namen im Kommentarfeld klickt 😉

    • Hey Ferhat,

      nun, es gibt zwei Gründe für die Google Sandbox oder Google Penalty: Blackhat SEO, aber auch Overoptimization auf der Webseite. Du musst zunächst einmal herausfinden, welches die Ursache für die Bestrafung ist. Wenn plötzlich zu viele Links mit dem gleichen Anchortext auf die gleiche Seite (Homepage) zeigen, dann wertet Google das als Zeichen für Manipulation. Insbesondere wenn fast alle Links von PR 0 Blog-Kommentaren oder Foren-signaturen stammen oder Linkwheels mit “Spinned-Content” per Software erstellt wurden.

      In diesem Fall ist nicht ratsam, einfach mit dem gleichen Linkaufbau weiterzumachen. Du solltest auf keinen Fall das Linkbuilding stoppen, sondern so schnell wie möglich auf Qualitative und natürliche Links umsteigen, die mit vielen Anchotext Variationen auf deine Homepage und Unterseiten verteilt werden (Deeplinking)

      Der andere Fall ist die Overoptimization auf deiner Seite oder das Keyword-Stuffing. Du solltest auf jeden Fall erst einmal deine Keyword Density kontrollieren. Alles was eine Keyword Density von über 7 hat, kann die Sandbox auslösen. Als Keyword Stufung gilt auch das Schreiben von dem gleichen Keword in all Alt Tags deiner Bilder.

      Auf lange Sicht lohnt sich Black Hat Seo einfach niemals! Die Zeit ist besser investiert in White Hat SEO, denn es ist ein Katz und Maus Spiel das Google am Ende immer gewinnt.

  3. Hey Clemens,

    da bin ich wieder! Deine Tipps sind einfach der Hammer! Habe gestern, nach Deiner Anleitung gehandelt und Boooom! Wieder da! :))))) TAUSEND DANK DAFÜR!
    Zwar bin ich mit meinem Keyword weiter hinten gelandet, aber besser als irgendwo noch tiefer in den Rankings zu sein.

    Als kleines Dankeschön werde ich diesen Artikel auf meinem Blog in die Hauptseite verlinken und Dir somit einen PR2 Backlink geben ;)!

    MfG und besten Dank!

    Ferhat

  4. Kleines Update:

    Hey Clemens,

    wollte ein kleines Update geben, um somit weiteren Lesern dieses SEHR hilfreichen Artikels, meinen Weg aus dem Sankasten zu ermöglichen.

    1. Wie oben erwähnt, habe ich den oben beschriebenen Weg eingeschlagen und es hat funktioniert. Von den unendlichen Tiefen des Internets brahcte ich es NACH EINEM TAG auf Platz 62.

    2. Ich habe mir themenrelevante Blog-Artikel rausgesucht, gelesen und passende Kommentare geschrieben. So ca. 3 – 4 Stück. Die bewegten sich zwischen PR 1 und 2.

    3. Ich habe Artikelverzeichnisse ab einem PR4 rausgesucht, und original Artikel verfasst, mit bis zu 1000 Wörter und maximal 2 Links.

    4. Desweiteren habe ich aber auch (Dein Rat in allen Ehren, aber da es sich bei der Seite um eine Art “Spielwiese” handelt, bin ich so vorgegangen…) weitergemacht wie bis zum Zeitpunkt, wo ich rankingmäßig bestraft wurde. Einige Leute wissen was damit gemeint ist ;).

    5. Das Webdesign verändert, “Datenschutzbestimmungen” als Link eingefügt und eine Unterseite mit 2000 Wörtern verfasst. (Es folgen weitere, relevante Unterseiten).

    DAS ERGEBNIS: Nach 4 Tagen bin ich nun auf Platz 11 und Seite 2! Also “Back in Game” ;). Ich denke, dass Platz 1 bald “geknackt” ist :)))).

    MfG
    Ferhat Karababa

    P.S. Den Link habe ich nicht vergessen, hatte wie man sieht, viel zu tun. Wird nachgeholt 😉

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